| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2944-7127.2016.11 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2944-7127 |
| Ausgabe / Jahr: | 11 / 2016 |
| Veröffentlicht: | 2016-11-15 |
Das Spannungsverhltnis zwischen freiheits- und existenzsichernder Funktion von Altersrenten und Rentenanwartschaften einerseits und der Flexibilitt und Offenheit des Systems der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV), das Antworten auf vernderte konomische, und gesellschaftliche Rahmenbedingungen geben muss, andererseits prgte in den letzten beiden Jahrzehnten Gesetzgebung und Rechtsprechung in besonderem Mae. Die wesentlichen Bausteine der in diesem Zeitraum erfolgten Rentenreformen mit zum Teil erheblichen Leistungskrzungen wurden von der Rechtsprechung nicht beanstandet.
Die Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme fllt in die Zustndigkeit der Mitgliedstaaten. Hierbei sind sie an die Vorgaben des Unionsrechts gebunden. Zu diesen Vorgaben gehren auch die Vorschriften ber den freien Dienstleistungsverkehr, der eine der groen Grundfreiheiten des Europischen Binnenmarktes bildet. Sozialversicherungssysteme sind insbesondere von dem Grundsatz des sozialen Ausgleiches geprgt; nach der Rechtsprechung des Europischen Gerichtshofes ist der Versicherungszwang in diesen Systemen jedenfalls im Grundsatz mit dem freien Dienstleistungsverkehr vereinbar.
66,33 Euro monatlich betrgt seit 1. Oktober 2016 der bundeseinheitliche Beitrag fr krankenversicherungspflichtige Studenten. Hinzu kommt der von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich hohe Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,1 Prozentpunkten, in diesem Fall also 7,14 Euro im Monat. Daneben haben Studierende auch den Beitrag zur sozialen Pflegeversicherung zu entrichten, der jetzt bei 15,25 Euro im Monat liegt. Fr kinderlose Studenten, die lter als 23 Jahre sind, ergibt sich ein monatlicher Pflegeversicherungsbeitrag von 16,87 Euro.
Immer mehr Menschen in Deutschland leiden, weil sie zu viel essen und sich zu wenig bewegen, an bergewicht, Adipositas genannt. Allein im Jahr 2014 lieen sich deswegen gut sieben Millionen Personen in Praxen behandeln und damit 14 Prozent mehr als noch 2006. Immer mehr Patienten haben einen Eingriff zur Gewichtsreduktion vornehmen lassen.
Was sich nach den ersten drei Monaten des Jahres bereits abgezeichnet hatte, besttigt sich jetzt: Die 118 gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr 2016 nach den jngsten Finanzergebnissen des Bundesgesundheitsministeriums einen berschuss von 598 Millionen Euro erzielt. Im ersten Quartal des Jahres hatte der berschuss bei 406 Millionen Euro gelegen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war noch ein Defizit von 490 Millionen Euro zu verzeichnen.
Mit teilweise hheren Sozialversicherungsbeitrgen haben auch im nchsten Jahr gut verdienende Arbeitnehmer zu rechnen. Wegen gestiegener Einkommen erfahren die Beitragsbemessungsgrenzen, bis zu denen Beitrge zu entrichten sind, eine bereits zur Routine gewordene Anhebung. Dies geht aus der Sozialversicherungs-Rechengrenverordnung 2017 hervor, die das Bundeskabinett verabschiedet hat. nderungen erfhrt auch die soziale Pflegeversicherung, wo der Beitragssatz erhht wird.
Es ist keineswegs bertrieben: Ein besonderes sozialpolitisches Vorhaben in dieser Legislaturperiode stellt die Reform der Pflegeversicherung dar. In insgesamt drei Einzelgesetzen strebt die Bundesregierung grundlegende Neuerungen im jngsten Zweig unserer Sozialversicherung an.
Der rztliche Sachverstndigenbeirat Berufskrankheiten beim Bundesministerium fr Arbeit und Soziales hat vier wissenschaftliche Empfehlungen fr neue Berufskrankheiten und eine wissenschaftliche Stellungnahme zur Berufskrankheit Nummer 1301 Harnblasenkrebs durch aromatische Amine beschlossen.
Das Bundeskabinett hat am 12.10.2016 den Entwurf eines Gesetzes zur Regelung von Ansprchen auslndischer Personen in der Grundsicherung fr Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch und in der Sozialhilfe nach dem Zwlften Buch Sozialgesetzbuch beschlossen. Der Gesetzentwurf stellt Leistungsansprche und Leistungsausschlsse im SGB II und SGB XII insbesondere fr Brgerinnen und Brger der Europischen Union in Deutschland gesetzlich klar.
+++ Reform der Sozialdatenerhebung +++ Internationale Freihandelsabkommen +++ GKV-Spitzenverband verabschiedet Konsultationsbeitrag zur europischen Sule sozialer Rechte +++ Normung von Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen: Widerstand wchst +++ Ratsvorsitze bis Ende 2030: Grobritannien gestrichen +++ Konferenz anlsslich des 20-jhrigen Bestehens von ESIP: Die Europische Sule sozialer Rechte +++ DG Connect finalisiert Code of Conduct fr mobile Gesundheits-Apps +++ Preisbindung fr verschreibungspflichtige Arzneimittel verstt gegen EU-Recht +++
Keine Kostenbernahme fr Kontaktlinse
BSG, Urteil vom 23.6.2016 B 3 KR 21/15 R
Richterablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit
Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 29.9.2016 L 16 SF 233/16 AB
+++ Mehr sozialversicherungspflichtig Beschftigte +++ Bundesbrger gehen wieder frher in Rente +++ Eine Studie zur Gesundheitskompetenz +++ berfllte Notaufnahmen in Krankenhusern? +++ Deutlich lngere Rentenlaufzeiten +++ Parittische Finanzierung der Zusatzbeitrge gefordert +++ Entgeltpunkte fr die Kindererziehung +++ Der digitale Lohnnachweis kommt +++ Das Rentenniveau langfristig sichern +++ Groe Unkenntnis ber die Gesundheitskarte +++ Mehr Arbeitsunflle in Deutschland +++ Mehr Senioren gehen ohne Abschlge in Rente +++ Sechs Millionen privat Krankenversicherten drohen 2017 Prmienerhhungen +++ Das Rentenniveau im Sinkflug? +++ Die betriebliche Altersversorgung soll attraktiver werden +++ Hilfsmittel: Qualitt und Preis sollen entscheidend sein +++ Gesundheits-Apps sind in +++
Pautsch / Hoffmann (Hrsg.), VwVfG Verwaltungsverfahrensgesetz, Kommentar Herausgegeben von Prof. Dr. Arne Pautsch, Hochschule fr ffentliche Verwaltung und Finanzen, Ludwigsburg, und Lutz Hoffmann, Stdtischer Direktor, Leiter des Rechts- und Ordnungsamtes, Peine
Becher / Plate, Das Selbstverwaltungsrecht der Sozialversicherung Kommentar Von Clemens Becher, Ministerialrat a. D. und Frank Plate, Prsident des Bundesversicherungsamtes. Juni 2016. Loseblattkommentar einschlielich der 28. Ergnzungslieferung, 917 Seiten, 72, Euro ISBN 978-3-503-01452-1 Erich Schmidt Verlag
Hauck / Noftz, Sozialgesetzbuch (SGB) Gesamtkommentar SGB IV Gemeinsame Vorschriften fr die Sozialversicherung Herausgegeben von Dr. Karl Hauck und Prof. Dr. Wolfgang Noftz
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